Ein erstaunlich einfacher Trick gegen Managerstress

Achtsamkeit -ein tausende Jahre altes Konzept- beginnt die Büros zu erobern. Kein Wunder in Zeiten von Change Management, Multitasking und Umsatzdruck.

Die Stressfalle im Kopf
Wissen Sie noch, wie das letzte Getränk genau geschmeckt hat? Viele können bestenfalls eine vage Beschreibung geben, denn bei Routinehandlungen regiert unser Autopilot. Wir nutzen die freien Kapazitäten meist, um mit den Gedanken abzudriften: statt im Moment, sind wir in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Eine Science-Publikation aus 2010 belegt, dass uns Tagträume unglücklich machen.

Achtsamkeit ist Powertraining fürs Gehirn
Bewusst den Moment beachten, zu beobachten ohne zu bewerten, ist ein hocheffektives Mentaltraining. Es trainiert den präfrontalen Cortex, unser Stirnhirn. Jene Region, in der Aufmerksamkeit (Konzentration), Emotionskontrolle und Willenskraft sitzen. Schon 4 bis 8 Wochen tägliches Achtsamkeitstraining führen zu nachweisbaren Veränderungen im vordersten Teil unseres Gehirns. Wir fühlen uns besser, sind leistungsfähiger und können mit unseren Gefühlen besser umgehen. Und: wir erhöhen unsere Präsenz beim Gegenüber. Eigenschaften, die nicht zuletzt für Manager, Führungskräfte und Verkäufer sehr wichtig sind.

Trainingskonzept für Manager
Mit MAT (Mikro-Achtsamkeits-Trainings) hat Dr. Marcus Täuber ein Programm entwickelt, das ideal für Menschen im Beruf ist. Büroangestellte profitieren genauso wie Vertriebsleute im Außendienst. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie ganz einfach und unauffällig in den Arbeitsalltag integriert werden können. So wird jeder Stau, jedes verspätete Meeting und jede abgearbeitete E-Mail zu einer Entwicklungschance für unseren präfrontalen Cortex.

Quelle: Science 2010, 330: 932

Foto: © fotolia, Andrey Popov, weitere Informationen zum Institut für mentale Erfolgsstrategien: www.ifmes.at