Die drei Säulen Ihrer „Selbstheilungskräfte“

Es begann ganz harmlos, mit einer Steifigkeit der Fingergelenke in der Früh“, beschreibt Maria ihre Rheumageschichte. Zwei Jahre später findet sie den Weg zum Rheumatologen.

Die Selbstheilungskräfte – ein überstrapazierter Begriff
„Eigentlich hielt ich mich für Rheuma zu jung“, so die 35-jährige Sekretärin, „konnte es zunächst gar nicht glauben“. Es brauchte, bis sich Maria als „Rheumapatientin“ sah. Viele Fragen und Sorgen tauchten auf, für die sich Arzt und Schwester trotz voller Ambulanz Zeit nahmen. Für Maria war klar: die medizinische Behandlung ist das Fundament. Ergänzend aber lotet sie aus, was sie sonst noch tun kann. Maria durchstöbert wie viele Menschen das Internet. Und trifft auf eine unerschöpfliche Quelle an Angeboten. Von Akupressur bis Zen Meditation: Gesundheitsangebote sind ein beinah undurchschaubares Dickicht geworden. Ganz oben auf der Rangliste der am meisten strapazierten Begriffe: die „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“.

Wissenschaftliche Facts zu den „Selbstheilungskräften“
Das ist schade, denn fernab jeder Esoterik sind die „Selbstheilungskräfte“ Realität: Schon vor 60 Jahren hat Henry Beecher in einer legendären Arbeit den Placebo-Effekt wissenschaftlich beschrieben. Dass viele Menschen auf Zuckerpillen, Injektionen mit Kochsalzlösung oder Schein-Operationen reagieren, hat nichts mit „sich etwas einreden“ zu tun. Sondern Ihre Erwartungshaltung, Ihre bisherigen Erfahrungen und die Bedeutung, die Sie der Erkrankung und der Therapie geben, hat maßgeblich Einfluss auf die Physiologie Ihres Körpers. Diese Effekte sind tatsächlich messbar. Mitte der 70er Jahre hat Herbert Benson die „Entspannungsreaktion“ beschrieben. Sie ist das genaue Gegenteil zur Stressreaktion und führt dazu, dass regenerierende und reparierende Moleküle den Körper durchfluten. Und in den letzten Jahren haben Erkenntnisse aus der Hirnforschung unsere Sicht auf unser Gehirn revolutioniert. Denn Ihre Gedanken können die Struktur im Gehirn zeitlebens verändern und so als Impulse für gezielte Veränderungen (z.B. der inneren Einstellung) genutzt werden.

Foto: © fotolia, psdesign-1; lesen Sie den gesamten Artikel im Presseteil des Instituts für mentale Erfolgsstrategien:  www.ifmes.at/presse