Warum Sie bei Migräne meditieren sollten

Migräne- und Kopfschmerz kann von verschiedenen emotional-mentalen Faktoren begleitet sein, z.B. Ärger, Hilflosigkeit oder Perfektionismus. Nun gibt es erste Daten über die positiven Wirkungen einer mentalen Trainingsform bei Migränikern.

In den letzten Jahren hat die Hirnforschung viele spannende Ergebnisse zu Effekten der Meditation gebracht. Insbesondere wurde die Achtsamkeitsmeditation bei Ängsten und Depression untersucht. Eine erste Pilotstudie beschäftigte sich nun mit der Wirkung von Achtsamkeitsmeditation auf die Verhinderung von Migräneattacken.

Dr. Rebecca Erwin Wells und ihr Forscherteam vom Wake Forest Baptist Medical Centers aus North Carolina in den USA teilten neunzehn Migränepatienten nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen ein.

Neun Teilnehmer erhielten eine schulmedizinische Standard-Behandlung. Die anderen zehn nahmen an einem achtwöchigen Kurs in MBSR (Mindfulness-based stress reduction, Achtsamkeitsmeditation) teil. Hierbei handelt sich um eine Kombination aus Yoga und der Aufmerksamkeitsfokussierung auf das Hier und Jetzt.

In der Meditationsgruppe ist im Schnitt 35 Minuten pro Tag meditiert worden. Das Ergebnis: die Anzahl der Migräneattacken wurde durch MBSR um 1,4 gesenkt. Auch waren die Attacken um 2,9 Stunden kürzer und der Schweregrad auf einer Skala von 0 bis 10 um 1,3 Punkte leichter. Die Teilnehmer gaben eine verminderte Beeinträchtigung durch die Migräne (im Migraine Disability Assessment and Headache Impact Test) an.

Die Resultate sind interessant, allerdings wurde die Studie an nur wenigen Personen durchgeführt, so dass weitere Untersuchungen erforderlich sind.

Quelle: Headache 2014, 54: 1484–1495.

Foto: © fotolia, Jenko Ataman, weitere Informationen zum Institut für mentale Erfolgsstrategien: www.ifmes.at