Mit dem Rauchen aufhören und Gewicht halten – geht das?

Es ist zum aus der Haut fahren: endlich vom Glimmstängel weg, doch die Kilos gehen nach oben. Die Angst vor der Gewichtszunahme ist für viele sogar so groß, dass sie deswegen nicht mit dem Rauchen aufzuhören. Ein Dilemma; doch gibt es einen Ausweg?

Warum nimmt man zu, wenn man mit dem Rauchen aufhört?
Es ist wissenschaftliches Fakt. Das Risiko an Gewicht zuzulegen, ist tatsächlich bei Ex-Rauchern erhöht. Claudia Filozof fand heraus, dass die meisten Menschen drei bis fünf Kilo zunehmen. Bei 13 Prozent sind es sogar mehr als elf Kilo.

Zwei Ursachen gibt es dafür:
1. Nikotin hemmt den Appetit und erhöht den Stoffwechsel. Etwa 100 bis 300 kcal sind es, die wir durchs Rauchen jeden Tag extra verbrennen. Es braucht mehrere Monate, bis sich der Metabolismus wieder anpasst.

2. Viele suchen nach Ersatzhandlungen. Der Griff zu Fettigem oder Süßem sorgt für genügend Aktivität im Belohnungszentrum.

Mentales Training – ein Ausweg aus dem Dilemma?
Mit mentalem Training lassen sich neue Gewohnheiten effektiv ins Gehirn einschleifen. Es ist dadurch möglich, Ersatzhandlungen abzuspeichern, die nicht mit übermäßigem Essen zu tun haben.

Auch zu empfehlen sind tiefgreifende Entspannungsübungen, die das Cortisol senken lassen. Jede Umstellung bedeutet zunächst Stress für den Körper, was zu einem erhöhten Cortisol Spiegel führen kann. Cortisol aber fördert Fettablagerungen und bringt den Hormonhaushalt durcheinander.

Es ist auch möglich, mit Vorstellungsübungen das Belohnungszentrum zu stimulieren. Emotionale Bilder, die mit Vorfreude zu tun haben und eine positive Erwartungshaltung bewirken einen Dopamin Schub. Und dieser Dopamin Schub ist genau das, was unser Gehirn in diesem Moment benötigt.

Quelle: http://www.spektrum.de/frage/warum-nimmt-man-zu-wenn-man-mit-dem-rauchen-aufhoert/1415926, Institut für mentale Erfolgsstrategien

Foto: © fotolia, mika, weitere Informationen zum Institut für mentale Erfolgsstrategien: www.ifmes.at