Was im Gehirn geschieht, wenn wir zur Ruhe kommen

Was passiert, wenn Sie es sich gemütlich machen und einfach mal abschalten? Früher dachte man, dass nicht nur der Körper sondern auch unser Gehirn zur Ruhe kommt. Werfen wir aber einen Blick in den Kopf, könnte nichts falscher sein als diese Annahme.

Das „default network“ im Gehirn
In Wahrheit sind im Ruhemodus mehr Hirnareale aktiviert als beim gezielten Tun. Neurowissenschaftler nennen diese Struktur „default network“. Sie stellen unser Imaginationsnetzwerk dar und lassen spontane Bilder, Assoziationen und Ideen aufkommen. Es ist ein Nervennetz, mit dem wir autobiografische Eindrücke genauso wie in die Zukunft gerichtete Vorstellungen erfahren können.

Mentales Training ist wie gezieltes Tagträumen
Wir produzieren im Kopf ein Bild nach dem anderen, erleben Emotionen und fügen diese Bilder zu Geschichten zusammen. Und jetzt kommts: Wir können diese Tagträumereien passiv geschehen lassen, so wie wir im Schlafanzug auf dem Sofa den Fernsehfilm über uns ergehen lassen. Oder aber wir werden zum Regisseur dieses Films, gestalten aktiv die Handlung und bestimmen das Geschehen. Das geschieht durch Verbindung des  Ruhenetzwerks mit Zielorientierung, also der Mitte aus Ruhe und Handeln. Und genau das ist im Kern mentales Training. Unser Stirnhirn eröffnet uns diese machtvolle Möglichkeit. In dem wir die Bilder steuern und auswählen, die vor unserem inneren Auge vorbei ziehen, können wir deren Wirkung auf unsere Physiologie, unser Verhalten und unser Wohlbefinden aktiv gestalten.

Quelle: Institut für mentale Erfolgsstrategien

Foto: © fotolia, Amir Kaljikovic, weitere Informationen zum Institut für mentale Erfolgsstrategien: www.ifmes.at